Die Löwen am Ludwigsplatz
| Regierungsbezirk | Niederbayern |
|---|---|
| Landkreis | Passau (Stadt) |
| Plz/Ort | 94032 Passau |
| Straße | Ludwigsplatz |
| Kategorie | Denkmal - Ort |
| Suchbegriffe | Ludwigstor, Löwen |
Die Löwen am Ludwigsplatz
Den Zugang der Stadt beherrschte der über dreißig Meter hohe, 1243 errichtete Torturm des „Burgtors“, der 1812 abgebrochen wurde. Das etwas jüngere, von zwei Außentürmen flankierte Barbakanentor folgte 1816.
Das Steinmaterial der Tore wurde teilweise zur Errichtung der Donaubrückenpfeiler verwendet.
1821/1822 wurde nach dem Entwurf des königlich bayerischen Kreisbaurats Scholl das „Burgtor“ neu gebaut. 1825, nach dem Besuch König Ludwigs I. von Bayern in Passau, wurde das klassizistische Tor in Ludwigstor umbenannt. Der König selbst stimmte der Umbenennung zu.
Das Tor war 16 m breit, 10,6 m tief und 11,4 m hoch. Die Löwen befanden sich in einer Höhe von 5,9 m.
1865 wurde schließlich die Abtragung dieses oder „Communication der Stadt“ genannten Tores beschlossen. Die Seitendurchgänge, die jeweils einen Löwen trugen, blieben bis August 1870 stehen. In diesem Jahr wurde die angrenzende Gemeinde St. Nikola eingemeindet. Bis 1809 verlief hier auch die Grenze des Fürstbistums Passau zu Bayern.
Der Ludwigsplatz mit seinen Löwen wurde von Prinz Luitpold von Bayern in einem Aquarell festgehalten. Johann Baptist Weißmann fertigte das Gemälde nach dem Abriss des Tores im Jahr 1865 an.
1994 wurden die beiden Löwen bei der Neugestaltung des Domhofes wiederentdeckt. Am 25. Januar 2007 wurden sie mit Unterstützung der Sparkasse Passau, der Volksbank und der VR-Bank Passau eG an ihrer ursprünglichen Stelle wieder aufgestellt.
Richard Schaffner, Stadtheimatpfleger