Veste Niedernhaus
| Regierungsbezirk | Niederbayern |
|---|---|
| Landkreis | Passau (Stadt) |
| Plz/Ort | 0 Passau |
| Kategorie | Bauwerk - Kirche katholisch |
| Wikipedia | Veste_Niederhaus |
| Suchbegriffe | Veste Niedernhaus |
Die Veste Niederhaus ist eine weniger bekannte, aber historisch bedeutende Befestigungsanlage in Passau. Sie liegt auf einer schmalen Landzunge zwischen Donau und Ilz und bildete zusammen mit der höher gelegenen Veste Oberhaus ein wichtiges Verteidigungssystem. Entstanden ist die Anlage im 13. Jahrhundert, als der zunehmende Handel auf den Flüssen geschützt und kontrolliert werden musste. Besonders der Salzhandel machte die Region wirtschaftlich bedeutsam.
Im Gegensatz zur Oberhausfestung war das Niederhaus vor allem funktional ausgerichtet. Es diente der Kontrolle des Schiffsverkehrs, als militärischer Stützpunkt und zeitweise auch als Gefängnis. Im Jahr 1367 wurde die Burg während eines Aufstands eingenommen, was anschließend zu einem Ausbau der Befestigungen führte. Eine Explosion im Jahr 1435 zerstörte große Teile der Anlage, doch sie wurde wieder aufgebaut.
Mit der Veränderung der Kriegstechnik verlor die Burg an Bedeutung. Teile wurden später sogar abgetragen, um das Oberhaus besser zu sichern. Seit dem 19. Jahrhundert ist die Anlage in Privatbesitz und nicht öffentlich zugänglich.