Synagoge

RegierungsbezirkUnterfranken
LandkreisKitzingen
Plz/Ort0 Obernbreit
KategorieBauwerk - Synagoge
Internethttp://www.synagoge-obernbreit.de/index.php/de/
WikipediaSynagoge_(Obernbreit)
SuchbegriffeSynagoge
QuellenSynagoge in Oberbreit, erbaut 1748, war bis 1911 religiöses Zentrum der jüdischen Gemeinde in Obernbreit

Die ehemalige Synagoge in Obernbreit zählt zu den bedeutenden Zeugnissen jüdischer Geschichte in Unterfranken. Das Gebäude wurde 1748 errichtet und diente über mehr als 160 Jahre als religiöses Zentrum der jüdischen Gemeinde des Ortes. Bereits zuvor gab es in Obernbreit einen Betsaal oder eine ältere Synagoge. Ein in die Außenmauer eingelassener Chuppastein sowie dendrochronologische Untersuchungen bestätigen das Baujahr des heute erhaltenen Gebäudes.

Die Synagoge war nicht nur Gotteshaus, sondern beherbergte auch eine Lehrerwohnung und eine Mikwe, ein rituelles Tauchbad. Diese außergewöhnlich gut erhaltene Mikwe befindet sich mehrere Meter unter dem Gebäude und wurde erst in jüngerer Zeit wiederentdeckt und freigelegt. Sie zählt heute zu den bemerkenswertesten historischen Mikwen Unterfrankens.

Nach der Auflösung der jüdischen Gemeinde im Jahr 1911 wurde die Synagoge verkauft und ihrer ursprünglichen Funktion entzogen. In den folgenden Jahrzehnten diente das Gebäude unter anderem als Werkstatt, Maschinenhalle und Lagerraum. Dabei gingen Teile der ursprünglichen Ausstattung verloren, dennoch blieben zahlreiche Spuren der wechselvollen Geschichte erhalten.

Im Jahr 2005 gründete sich ein Förderverein, der den Erhalt und die behutsame Restaurierung des Baudenkmals übernahm. Die ehemalige Synagoge wurde zu einem Ort der Erinnerung, Begegnung und kulturellen Bildung entwickelt. Heute finden dort Ausstellungen, Vorträge und kulturelle Veranstaltungen statt. Als Denkmal jüdischen Lebens erinnert das Gebäude an die jahrhundertelange Geschichte der jüdischen Gemeinde von Obernbreit und trägt zur Bewahrung ihres kulturellen Erbes bei.